Case Management in der Beschäftigungsförderung – Fallmanagement

Weiterbildung Case Management -für Fallmanagerinnen / Fallmanager und persönliche Ansprechpartner in Jobcentern und Optionskommunen

Orientiert am 4-Phasen-Modell der Bundesagentur für Arbeit und am Dokumentationssystem „VerBis“.
Mit dieser Qualifizierung erhalten Sie eine praxisorientierte Vermittlung fall- und systembezogener Handlungskompetenzen sowie spezifischer Fachkenntnisse für den Umgang mit den unterschiedlichsten Situationen in der Beschäftigungsförderung.

Wir führen die Qualifizierung mit unseren zertifizierten Trainerinnen und Trainern durch, die alle über eigene Erfahrungen im Case Management verfügen und Praxis-Know-How vermitteln.

Die Weiterbildung umfasst insgesamt 234 Unterrichtseinheiten (UE) à 45 Minuten und gliedert sich in 4 Teile.

  • Basismodul – Grundlagen
    (4 Bausteine mit insgesamt 12 Tagen = 96 UE)
  • Aufbaumodul – Rahmenbedingungen und handlungsspezifische Inhalte (3 Bausteine mit insgesamt 9 Tagen = 72 UE)
  • Selbstorganisierte Lerngruppen (18 UE) und Kollegiale Beratung (24 UE)
  • Supervision (24 UE)

Unsere Weiterbildungen sind von der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung gemäß § 10 Abs.1 NBildUG in Niedersachsen und Hessen als Bildungsurlaub anerkannt.

  • Die Teilnehmer verfügen nach Abschluss der Weiterbildung über
  • vertiefte Kenntnisse des Case Management
  • Verfahrenssicherheit in der Fallsteuerung
  • Befähigung zur ressourcen- und netzwerkorientierten Arbeit
  • Grundkenntnisse im Bereich der Systemsteuerung
  • Kenntnisse der Anwendungsbezüge von Case Management
  • Rollenklarheit als Case Manager
Baustein 1 – Grundlagen Case Management
  • Definitionen und Grundsätze Case Management (CM)
  • Modelle von Fallmanagement
  • Grundlagen zum Prozess der individuellen Fallsteuerung (DGCC)
  • Konkrete Gestaltung der Phasen der individuellen Fallsteuerung
  • Kommunikationsmodelle und Beratungsmethoden – Teil 1
  • Einführung Kollegiale Beratung
Baustein 2 – Individuelle Fallsteuerung im Case Management
  • Vertiefende Gestaltung der Phasen der individuellen Fallsteuerung: Assessment, Serviceplanung, Linking, Monitoring, Evaluation
  • Ressourcenanalyse und Ressourcensicherung
  • Beratung im Auftragskontext
  • Kommunikationsmodelle und Beratungsmethoden – Teil 2
  • Vertiefung Kollegiale Beratung
Baustein 3 – Netzwerkmanagement
  • Netzwerktheorien und Netzwerkarbeit
  • Kommunikation im Netzwerk – die Rolle des Case Managers
  • Umgang mit Macht
  • Gestaltung von Kooperationsbeziehungen – Verhandlungsführung
  • Moderation von Besprechungen
Baustein 4 – Qualitätsmanagement
  • Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität
  • Überblick über die Inhalte eines QM-Systems
  • Leitbild gemäß der Rahmenempfehlungen der DGCC
  • Ziele auf Fall-, System- und Netzwerkebene
  • Einsatz der Instrumente des Qualitätsmanagements
  • Verfahrensschritte der Evaluation
  • Implementierung von CM
Baustein 5 – Case Management im System – Konfliktmanagement
  • Effektive Verzahnung von Fall- und Systemsteuerung
  • Konzepte zu Bedarfsermittlung und Angebotssteuerung
  • Veränderte Anforderungen und ihre Auswirkungen auf die Systemebene
  • Interessenkonflikte in Netzwerken
  • Konfliktmanagement
  • Zwischenreflexion der eigenen Ziele
Baustein 6 – Anforderungen und Kompetenzen von Menschen mit besonderen Problemlagen – Resilienz
  • Haltungen und Werte des Case Managers bei relevanten Kundengruppen, Dienstleistern und Kooperationspartnern
  • Resilienz und Resilienzfaktoren
  • zielgruppengerechte Kommunikation mit Arbeitgebern und anderen Netzwerkpartnern
  • Optimierung des Matching und der Kommunikation an Schnittstellen
  • Konflikte mit Arbeitgebern
Baustein 7 – Selbstmanagement – Haltung – Rolle
  • Rollen: Konzepte und Rollenerwartungen
  • Professioneller Umgang mit Rollenanforderungen /-druck
  • Effektiver Umgang mit eigenen Ressourcen und „Störungen“
  • Zeit- und Selbstmanagement